CSCW-Challenge

CSCW-Challenge

Die CSCW-Challenge ist ein Wettbewerb, der jährlich von der Fachgruppe CSCW & Social Computing der Gesellschaft für Informatik veranstaltet wird.

2016
Der Preis für die CSCW-Challenge 2016 wurde im Rahmen Mensch und Computer 2016 in Aachen vergeben. Hier findet sich ein Bericht dazu.

2015
Der Preis für die CSCW-Challenge 2015 wurde im Rahmen Mensch und Computer 2015 in Stuttgart vergeben. Hier findet sich ein Bericht dazu.

2014
Der Preis für die CSCW-Challenge 2014 wurde im Rahmen Mensch und Computer 2014 vergeben. Hier findet sich ein Bericht dazu.

Ausschreibung 2017: Spielend leicht kooperieren

Thema

Der Einsatz von Spielkonzepten in der Mensch-Computer-Interaktion und insbesondere in kooperativen Szenarien ist mittlerweile weit verbreitet. Im Konzept des „homo ludens“ (Huizinga, 1938), also des spielenden Menschen, wird deutlich, wie Menschen sich fortwährend unter Nutzung spielerischer Herangehensweisen (weiter) entwickeln. Es bestehen daher auch bereits verschiedene Anwendungen, in denen kooperative Aufgaben durch spielerische Konzepte gelöst oder vereinfacht werden. Beispiele sind das „ESP Game“ zur Auszeichnung von Bildern im Internet (von Ahn & Dabbish 2004; heute „Google Image Labeler“, https://crowdsource.google.com/) oder „FoldIt“ zur gemeinsamen Erkundung von DNA-Strukturen (Cooper et al. 2010). Diese Spiele ermöglichen nicht nur eine spielerische Umsetzung kooperativer Aufgaben, sondern helfen den Partnern auch dabei, Kooperation zu etablieren und zu verbessern.

Unter dem Begriff „Serious Games“ zahlreiche und insbesondere auch viele kooperative Spiele entwickelt, mit denen ein ernster, oft auf Lernen orientierter Zwecke verbunden ist. Ein weiterer Begriff der „playful interaction“ wurde und wird für viele Anwendungen des Social Web verwendet und beschreibt eine spielerische oder gar verspielte Art des Umgangs mit Kommunikationssystemen, die gegenüber dem herkömmlichen Design solcher Systeme einen Paradigmenwechsel darstellt(e).

Häufig wird die Verbindung von Spielen und kooperativen Tätigkeiten auf die so genannte „Gamification“, also die Nutzung von Spielelementen wie Ranglisten und Preisen, mit denen Einzelne zu mehr oder intensiverer Kooperation motiviert werden sollen, reduziert. In der CSCW Challenge 2017 suchen wir über Gamification hinaus nach neuen, innovativen Ideen und Konzepten zur Verbindung von Spielen und Kooperation.

Aufgabe

Kooperatives Arbeiten und Lernen gelingt Gruppen häufig nicht sofort oder muss angeleitet werden. Gruppen und ihre Mitglieder müssen sich kennenlernen, die Vorlieben, Ziele, Denk- und Arbeitsweisen der anderen verstehen und explizite oder implizite Regeln des Umgangs miteinander entwickeln. Spiele haben dabei das Potential, Mitglieder von Gruppen miteinander in Interaktion zu bringen und so den sozialen Prozess der Gruppenbildung und das Ausgestalten der Kooperation miteinander zu unterstützen.

In der Aufgabe der CSCW Challenge 2017 geht es daher darum, Spielkonzepte zu entwickeln, mit denen Gruppen vor dem Hintergrund konkreter Kooperationsszenarien ihre Zusammenarbeit anbahnen, ermöglichen, etablieren oder verbessern können. Die Konzepte können generisch sein, also auf verschiedene Kooperationsszenarien anwendbar sein. Sie sollen aber in Bezug auf mindestens eine konkrete Kooperationsaufgabe dargestellt und überprüft werden.

Es sollen innovative Konzepte entwickelt werden, die eine spielerische Herangehensweise mit realen Kooperationsaufgaben verbindet, und in denen die Etablierung und Verbesserung von Kooperation Ziel der spielerischen Anwendung ist.

Format

Beiträge können sowohl in deutscher, als auch in englischer Sprache eingereicht werden und sollen 10 Seiten nicht überschreiten. Hierbei sollten die Autorenrichtlinien und die Formatvorlage der Mensch und Computer Konferenz beachtet werden. Folgende Struktur kann als Orientierungshilfe genommen werden: Motivation, Hintergrund, Methodik, Konzept, Implementierung, Schlussfolgerung und Ausblick

Zusätzlichen Unterlagen:
Um das Konzept zu illustieren sind Videoprotoypen, Screencasts eines Prototypen bzw. URL auf webfähigen Prototypen erwünscht und können mit eingereicht werden.

Teilnahmebedingungen

Die CSCW-Challenge richtet sich an Studierende, die im Wintersemester 2016/17 oder im Sommersemester 2017 an einer Hochschule immatrikuliert sind. DozentInnen sollen nur allgemein beraten, aber nicht bei der eigentlichen Durchführung der CSCW-Challenge unterstützen. Jede Gruppe besteht aus 2 – 4 Teilnehmern.

Preise

Von der Jury werden bis zu drei Arbeiten ausgewählt und mit einen Geldpreis von jeweils 500€ prämiert.

Bewertungskriterien:
Bewertet werden Kreativität, Relevanz, Klarheit, Begründung und Methodik.

Der Gewinner-Beitrag wird auf der Mensch und Computer Konferenz 2016 bekannt gegeben. Die Gewinner dürfen ihr Ergebnis auf der Website der Fachgruppe CSCW & Social Computing präsentieren.

Termine

  • 31.7.2017: Einreichung der anonymisierten Wettbewerbsbeiträge
  • August 2016: Rückmeldung der Ergebnisse an die Teilnehmer
  • September 2016: Preisverleihung auf der Mensch und Computer Konferenz 2017 in Regensburg

Jury

Leitungsgremium der Fachgruppe CSCW & Social Computing

Einreichung

Über das Konferenzmanagementsystem der Mensch und Computer (Link folgt).

Kontakt

sprecher-at-fgcscw.de